Wandern

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Das gehört dazu
Gut zu wissen
Älteres Paar wandert in den Bergen
Die neue Wanderlust
Wandern ist der Gesundheitssport Nummer eins: Es hält fit, kostet kaum etwas und Sie können sich ganz in Ihrem eigenen Tempo fortbewegen. Toller Nebeneffekt: Sie entdecken dabei in aller Ruhe die schönsten Orte, die Sie so noch nie gesehen haben.
Wandern auf einen Blick
Spaziergänge in der Natur und an der frischen Luft haben positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden – erleben Sie es!
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Wandern im Überblick
Das bringt Wandern für Ihre …
Ausdauer
Kraft
Koordination
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Risikofaktor
Verletzungsrisiko
Wohltuendes Wandern
Regelmäßiges Dauergehen hilft, Zivilisationskrankheiten vorzubeugen. Die Postboten-Studie in den 60er Jahren hat es bewiesen: Menschen wie Postboten, die regelmäßig mehrere Kilometer gehen, haben dreimal seltener tödliche Herzinfarkte als ihre Kollegen, die als Schalterbeamten arbeiten. Weitere Studien zeigten: Selbst einfache Formen regelmäßiger Bewegung haben positive Wirkungen auf den Körper. Das Dauergehen trägt optimal zur Stärkung des Immunsystems und Normalisierung des Stoffwechsels bei. Geht es dann wie beim Wandern vielleicht auch noch mal bergauf und bergab, profitiert auch der Kreislauf davon. Wandern ist damit das ideale Mittel zur Vorbeugung von Zivilisationskrankheiten – und das ganz ohne Nebenwirkungen.
Das gehört dazu
Weitere Tipps, Informationen und Wissenswertes rund um das Thema „Wandern“ finden Sie unter Das gehört dazu
Wanderlust statt Wanderfrust
Damit auf der Wanderlust kein Wanderfrust wird, brauchen Sie neben der richtigen Kleidung auch Informationen darüber, wie Sie sicher und gesund an Ihr Ziel kommen. Ausgestattet mit diesem Basiswissen, kann es gleich losgehen.
Auf zum Winterwandern
Schnee ist keine Ausrede daheim zu bleiben. Im Winter ist das Naturerlebnis besonders intensiv. Mit unseren Tipps kommen Sie sicher auf Touren.
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Hochgefühl: Wandern im Winter
Wandern in der kalten Jahreszeit tut Leib und Seele gut. Sie bewegen sich an der frischen Luft und profitieren vom Tageslicht. Sie kommen zur Ruhe, stärken Ihre Abwehrkräfte und schöpfen neue Kraft. Unsere Tipps begleiten Sie.
Im Winter läuft alles viel langsamer: Im Tiefschnee kommen Sie nur zwei bis drei Kilometer pro Stunde voran. Außerdem wird es früher dunkel. Bedenken Sie dies bereits bei Ihrer Planung.
Informieren Sie sich über Wetterprognosen. In den Bergen sollten Sie auch die Lawinenlage checken. Achtung im Wald: Schwerer nasser Schnee kann ein Risiko sein.
Anfänger sollten sich lieber einer Gruppe mit Ortskenntnis anschließen. Markierungen könnten zugeschneit sein.
Das gehört zusätzlich in den Rucksack: heißer Tee in einer Thermosflasche, eine Stirnlampe mit ausreichenden Batterien für die Dämmerung und ein Sitzkissen für die Pause. Sonnenbrille nicht vergessen!
Lieber viele dünne Kleidungsschichten als wenige dicke wählen. Dicke Socken aus einer Wollmischung sind prima. Die Zehen sollten Sie aber noch bewegen können.
Bei höherem Schnee sind Schneeschuhe zu empfehlen. Diese verhindern das Einsinken in den Schnee.
Gut geschützt bei jedem Wetter
Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung. Damit Sie trocken ans Ziel kommen, erklären wir Ihnen Funktionen und Materialien.
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Atmungsaktiv und wasserdicht
Moderne Wanderbekleidung ist Hightech am Körper. Nässeschutz und Atmungsaktivität stehen ganz oben auf der Liste der Eigenschaften.
Atmungsaktiv: Materialien, die Feuchtigkeit von innen nach außen transportieren werden als atmungsaktiv bezeichnet. Das Material ist also wasserdampf- beziehungsweise schweißdurchlässig. Bei einer Wanderung produziert der Körper schnell 0,5 Liter Flüssigkeit pro Stunde. Atmungsaktive Kleidung leitet diese Flüssigkeit (Schweiß) von der Haut weg an die Kleidungsoberfläche – der Körper wird so vor Überhitzung beziehungsweise Auskühlung geschützt.
Fleece: Flauschiger Faser- oder Webpelz aus Polyester wird als Fleece bezeichnet. Fleece ist ein wärme-isolierender Stoff, der auf dem Grundprinzip beruht, dass Luft ein schlechter Wärmeleiter ist. Je voluminöser der Stoff ist, desto mehr Luft kann eingeschlossen werden und desto besser kann die Körperwärme gehalten werden. Fleece trocknet schnell und ist heute meist atmungsaktiv. Es gibt verschiedene Gewichtsklassen: Wintertauglich ist ein Fleece ab 300 g/qm.
Membran: Eine dünne Haut, die als Trennschicht dient und als Membran bezeichnet wird. Sie spielt bei der Atmungsaktivität und beim Feuchtigkeitstransport eine wichtige Rolle. Gore-Tex und Sympatex sind die Marken, die die Membrantechnologie vorangetrieben haben. Beide Anbieter nutzen unterschiedliche Technologien, erzielen aber den gleichen Effekt: Verdunsteter Schweiß wird durch die Membran nach außen transportiert. Von außen kann Wasser dagegen nicht eindringen.
Softshell: Kleidungsstücke, die als Softshell bezeichnet werden, vereinen die äußere und mittlere Bekleidungsschicht. Eine Softshell-Jacke ist wärmeisolierend wie ein Fleece und wasserabweisender als ein Windbreaker. Sie ist elastisch, warm, atmungsaktiv und angenehm zu tragen – und damit der perfekte Partner beim Wandern.
Die Karte: So bleiben Sie auf dem Weg
Linien, Zahlen, Farben – eine Wanderkarte enthält viel mehr Informationen als nur den Verlauf von Straßen und Wegen.
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Das steht alles auf der Karte
Wundern Sie sich nicht mehr, warum es plötzlich so steil bergauf geht. So deuten Sie die Symbole auf einer Karte richtig.
Wenn Sie eine Wanderung planen, nutzen Sie topographische Karten im Maßstab 1:50.000 (zwei cm auf der Karte entsprechen einem km in der Natur) oder im Maßstab 1:25.000 (zwei cm auf der Karte sind 500 m in der Natur).
Höhenlinien sind auf der Karte braun dargestellt. An ihnen können Sie Berge, Kuppen, Höhenzüge, Täler und Schluchten erkennen sowie Gefälle oder Steigung berechnen. Jede Höhenlinie verbindet Punkte gleicher Höhenlage im Gelände. Die Höhenlinien sind verschieden dick gedruckt und in dieser Stärke für die entsprechende Höhenschicht gedacht. Die jeweilige Höhe ist durch die eingedruckte Höhenzahl in einer Höhenlinie ablesbar und zeigt stets talwärts. Aus dem Abstand der Höhenlinien zueinander ist ersichtlich, wie steil eine Steigung oder ein Gefälle ist. Geringe Abstände zwischen den Linien stellen ein abschüssiges Gelände dar. Liegen die Höhenlinien weiter auseinander, ist die Gegend flacher.
Wandern Sie mit Global Positioning System (GPS), kommen Sie eventuell schneller und sicherer ans Ziel. In Notfällen können sie mithilfe des GPS genaue Angaben zum Standort machen.
Orientieren Sie sich im Freien an natürlichen Merkmalen: Die Türme älterer Kirchen stehen meist im Westen, die Altäre sind nach Osten gerichtet. Freistehende Bäume oder Holzbauten sind auf der Nordwestseite mit Moos bewachsen, Nadelbäume zeigen an der Südseite stärkere Harzbildung. Ameisenhaufen liegen meist an der Südseite von Bäumen oder Sträuchern.
Erste Hilfe-Tipps für die Wanderung
Die Schuhe zu Hause nicht eingelaufen, und schon ärgern Sie sich über eine Blase. So können Sie sich bei kleinen Blessuren selber helfen.
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Erste Hilfe-Tipps für die Wanderung
Blasen: Laufen Sie nie mit neuen Schuhen los und gehen Sie nicht weiter, wenn Sie einen unangenehmen Druck am Fuß spüren. Wenn Sie dennoch eine Blase haben, waschen Sie diese mit Wasser und Seife, stechen Sie die Blase am Rand vorsichtig mit einer sterilen Nadel auf und schützen die Stelle mit Gaze oder einem großem Pflaster.
Insektenstich: Tragen Sie als Schutz vor lästigen Insekten und Zecken lange Hosen, langärmelige Hemden und feste Schuhe. Bei einem Zeckenbiss entfernen Sie das Tier mit einer Pinzette. Setzen Sie dicht über der Haut an und hebeln oder ziehen Sie die Zecke heraus. Die Folgen eines Mücken- oder Wespenstichs lindern Sie, indem Sie eine aufgeschnittene Zwiebel auf den Stich legen. Bei einem Wespenstich im Mundraum benachrichtigen Sie sofort einen Notarzt. Geben Sie dem Betroffenen nichts zu essen oder zu trinken. Ist Eis verfügbar, geben Sie es ihm zum Lutschen.
Sonnenbrand: Verwenden Sie immer einen Sonnenschutz mit mindestens Lichtschutzfaktor 15. Schützen Sie empfindliche Körperteile (Nacken, Ohren, Kopf) mit einem Hut. Haben Sie einen Sonnenbrand – gehen Sie raus aus der Sonne! Haben Sie schwarzen Tee, Milch oder Gurken zur Hand, können Sie damit kühlen.
Knöchel verstaucht: Der Fuß knickt um, und schon schwillt das Sprunggelenk und schmerzt. Jetzt gilt das so genannte PECH-Schema: Pause, Eis, Compression, Hochlagern. Laufen Sie nur noch so weit wie unbedingt nötig.
Moderne Schnitzeljagd: Geocaching
Kennen Sie einen Wandermuffel oder brauchen Sie selber einen besonderen Anreiz, sich die Wanderstiefel anzuziehen? Dann ist vielleicht Geocaching genau das Richtige für Sie. Beim Geocaching gehen Sie mit einem GPS-Gerät und Ziel-Koordinaten ausgerüstet auf eine spannende Schatzsuche.
Die Verstecke („Geocaches“ oder „Caches“) werden anhand geographischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und können anschließend mit Hilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden. Ein Geocache ist in der Regel ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie verschiedene Tauschgegenstände befinden. Jeder Finder trägt sich in das Logbuch ein, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren. Anschließend wird der Geocache wieder an der Stelle versteckt, an der er zuvor gefunden wurde. Der Fund wird im Internet vermerkt und gegebenenfalls durch Fotos ergänzt. So können auch andere Personen – insbesondere der Verstecker oder „Owner“ (englisch „Eigentümer“) – die Geschehnisse rund um den Geocache verfolgen.

Weitere Informationen zum Geocaching finden Sie hier.
 
ARAG Buchtipp
Geocaching
Markus Gründel, Conrad Verlag, 9,90 Euro
Handliches Büchlein mit Grundwissen zum Geocaching inklusive einer umfangreichen Sammlung der gängigsten Verschlüsselungen für Rätsel-Caches.

Wandern
Karen Berger, Dorling Kindersley Verlag, 14,95 Euro
Von der leichten Tagestour bis zum mehrtägigen Abenteuer in unwegsamem Gelände. Wussten Sie, dass man auf der chinesischen Mauer wandern kann? Das praktische Handbuch mit Themen wie Wandertechniken, Ausrüstung, Umgang mit Karte und Kompass, Erste-Hilfe und vieles mehr. Mit den besten internationalen Routen.