Rennrollstuhlsport

Alhassane Baldé


Von olympischem Gold träumt Alhassane Baldé, seit er seinen ersten Rennrollstuhl bekam. Sport ist sein Lebenselixier. Dass er nicht laufen kann, weil er seit seiner Geburt in Guinea/Westafrika von der Brust abwärts gelähmt ist, hat ihn nie gehindert, Grenzen zu überwinden.

„Mein Rollstuhl, das sind meine Beine“, sagt der erfolgreiche und selbstbewusste Spitzensportler.

Paralympics in Peking
2008 ist Alhassane bei den Paralympics in Peking an den Start gegangen. Damit kämpfte er auf olympischer Ebene bereits zum zweiten Mal für Deutschland. Angeregt vom paralympischen Spirit und der super Atmosphäre ist für Alhassane Baldé ein Traum wahr geworden. Leider konnte er sich gegen die starke internationale Konkurrenz (alles Profisportler) nicht durchsetzen.
Auch ohne Medaille aber mit neuer Saisonbestleistung ist Alhassane, der neben Leistungssport auch seine Zukunft durch eine duale Ausbildung sichern muss, glücklich teilgenommen zu haben.

Paralympics in Athen
2004 in Athen war Alhassane Baldé in einem sehr starken Feld als einer der jüngsten mehrmals am Start. Die 400m fuhr er sogar in persönlicher Bestzeit von 49,04 Sekunden. Und im 1.500m-Lauf erreichte er das Halbfinale. Ein toller Lohn für ein hartes Training.
Alhassane Baldé im Interview mit Reportern
Immer wieder hat Alhassane die Weltelite aufgemischt. Er ist dreifacher Leichtathletik Junioren-Europameister und Europa-Vizemeister 2003 mit der Staffel (4x400 Meter). Bei den Europameisterschaften 2005 in Helsinki gewann er die Bronzemedaille im 800m-Lauf.
Der sympathische Student wurde zum „Junior Sportler des Jahres 2006“ im Behindertensport gewählt. Mit diesem bedeutendsten deutschen Nachwuchspreis im Sport honoriert die Stiftung Deutsche Sporthilfe (DSH) die Erfolge junger Talente und will sie gleichzeitig motivieren, ihren Zielen weiterhin ehrgeizig zu folgen.