Weitere Chancen nutzen!
 

Sabbatical

Raus aus dem täglichen Trott


Die Stopptaste drücken, einfach mal durchatmen. Nur das tun, was man möchte. Sich ganz neu entdecken. Das Wort „Sabbat“ kommt aus dem Hebräischen und bedeutet „ruhen“ oder „loslassen“. Von einer längeren beruflichen Ruhephase profitieren nicht nur Sie, sondern auch Ihr Arbeitgeber.
Schritt für Schritt zur Jobpause
Zunächst gilt es, mit Ihrem Arbeitgeber über die Möglichkeiten eines Sabbatical zu sprechen und sich eingehend zu informieren. Im Öffentlichen Dienst und in Großunternehmen sind Lohn- und Arbeitsmodelle für einen vorübergehenden Ausstiegs häufig genau geregelt. Aber auch kleinere Unternehmen bieten zunehmend flexible Arbeitszeitmodelle an, die eine längere Job-Pause ermöglichen – ob über ein Teilzeitmodell, ein Arbeitszeitkonto oder in Form von unbezahltem Urlaub. Eine Auszeit von bis zu zwölf Monaten mit Rückkehrgarantie an Ihren angestammten Arbeitsplatz ist da schon mal drin.
 
Ihr Verhandlungsgeschick ist gefragt!
Einen gesetzlichen Anspruch auf eine Jobpause gibt es in Deutschland allerdings nicht, deshalb sind auch Ihre Überzeugungskraft und Ihr Verhandlungsgeschick gefragt! Verdeutlichen Sie Ihrem Chef, dass Ihre Auszeit auch für das Unternehmen ein Gewinn sein wird. Denn nach Ihrer Rückkehr an den Arbeitsplatz werden Sie nicht nur neue Erfahrungen und Ideen gesammelt haben, die Ihre Arbeit nachhaltig bereichern. Sie sind auch rundum erholt und ausgeglichen – und damit leistungsfähiger.
Wie gestalte ich die freie Zeit?
Was Sie aus Ihrem Sabbatjahr letztlich mitnehmen, hängt ganz wesentlich davon ab, was Sie aus der freien Zeit machen. Ob Sie die freien Monate zum Reisen nutzen wollen, auf einem Bauernhof arbeiten, in einem Kloster entspannen oder sich weiterbilden möchten. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Planung, wägen Sie ab, aber lassen Sie sich dabei immer von Ihren Wünschen und Träumen leiten. Schließlich geht es jetzt nur um Sie!
 
Was passiert mit Ihrer Wohnung?
Wenn Sie im Sabbatical überwiegend unterwegs sind, könnten Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus untervermieten – und so Ihr Budget aufbessern. Per Untermietvertrag können Sie die Mietmodalitäten vertraglich fixieren; bei einer Mietwohnung muss der Vermieter über Ihre Untermietabsichten informiert werden.
 
Richtig versichert im Sabbatjahr
Der Mensch lebt nicht von Luft und Liebe allein, deshalb sollten Sie vorab genau durchkalkulieren, welche finanziellen Mittel Ihnen während Ihres Sabbaticals zur Verfügung stehen. Dazu gehört auch der Versicherungsschutz. Insofern Sie sich Ihre Auszeit über ein Zeitkonto oder über partiellen Lohnverzicht „ansparen“, sind Sie weiterhin über Ihren Arbeitgeber versichert. Nehmen Sie aber unbezahlten Urlaub, müssen Sie Ihre Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung während des Sabbaticals selbst bestreiten. Am besten, Sie lassen sich frühzeitig von den zuständigen Stellen beraten. Wenn Sie während Ihrer Job-Pause keine Einkünfte erzielen, sind die Beiträge als freiwillig Versicherter in der Regel recht niedrig.
Auslandskrankenschutz nicht vergessen
Sie haben sich für einen längeren Auslandsaufenthalt während Ihrer Auszeit entschieden? Eine gute Entscheidung! Wann hat man schon mal so viel Zeit, um fremde Länder und Kulturen zu erkunden und sich von ihnen inspirieren und einfangen zu lassen. Vergessen Sie aber nicht, auch entsprechend eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Besonders Kassenpatienten sollten über eine private Zusatzversicherung für den vollen Gesundheits-Schutz im Ausland vorsorgen.
Haftpflichtversicherung weltweit
Auch während eines Sabbatjahres ist man nicht vor einem kleinen oder größeren Missgeschick gefeit. Kein Grund, sich zu sorgen! Damit Sie Ihre Auszeit weiterhin genießen können, sollten Sie, wenn nötig, Ihre private Haftpflicht-Police unbedingt erneuern. Manche Haftpflicht-Versicherungen bieten übrigens weltweiten Versicherungsschutz – da ist es völlig egal, ob Sie Ihr Sabbatjahr spontan noch nach Australien, Asien oder Argentinien führt.