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Todesfall

Wenn ein geliebter Menschen geht


Es ist, als ob die Welt aufhört, sich zu drehen. Verlässt uns ein geliebter Mensch, bleiben wir zurück - mit den lähmenden Gefühlen der Trauer, der Leere und Hilflosigkeit. Diese Gefühle zuzulassen ist wichtig, genauso wie das innere Abschiednehmen. Nehmen Sie sich Zeit.
Was Sie regeln müssen, wenn jemand gestorben ist
Oft trifft uns der Tod eines Angehörigen unvorbereitet, und mit ihm fallen zahlreiche Aufgaben und bürokratische Formalitäten an. Für Hinterbliebene nicht einfach, sich nach dem Schock der Todesnachricht damit befassen zu müssen. Checklisten und Online-Ratgeber helfen in dieser schwierigen Situation, an alles zu denken.
 
Ämter und Behörden informieren
Den Todesfall müssen Sie möglichst bald dem Standesamt melden, um eine Sterbeurkunde zu erhalten. Stand der Verstorbene in einem Arbeitsverhältnis, muss auch der Arbeitgeber frühzeitig benachrichtigt werden. Auch die Krankenkasse sollte zeitnah informiert werden, mögliche Ansprüche auf Sterbegeld angemeldet werden. Gibt es persönliche Verfügungen, etwa zur Art der Bestattung oder zur Frage der Organspende? Dann soll der Wille des Verstorbenen respektiert und entsprechend gehandelt werden. Wenn der Verstorbene ein Testament verfasst hat, muss beim Nachlassgericht ein Erbschein beantragt werden.
 
Was außerdem zu tun ist
Neben der Kontaktaufnahme mit der Kranken- und Rentenkasse sind auch andere private Versicherungsunternehmen per Sterbeurkunde über den Todesfall zu informieren. Wenn eine Lebensversicherung bestand, können mit der Versicherungssumme gegebenenfalls die anfallenden Kosten für die Bestattung gedeckt werden. Auch der mögliche Vermieter muss kontaktiert werden, da Mietverhältnisse nicht automatisch mit dem Tod des Mieters enden. Bei der Bank können Sie mit dem Erbschein die Konten des Verstorbenen entweder auflösen oder umschreiben.
 
Trauerfeier und Begräbnis
Die Trauerfeier und das Begräbnis ist für den Abschiedsprozess von einem geliebten Menschen ein wichtiges Ereignis. Es gibt Ihrer Trauer einen Rahmen und einen Ort. Nehmen Sie möglichst zeitnah Kontakt zu einem Bestatter auf, dieser wird Ihnen bei allen wichtigen organisatorischen Fragen rund um die Bestattungsfeier beistehen. Das persönliche Gespräch mit dem Pfarrer oder Trauerredner hilft, den Abschied von einem geliebten Menschen so individuell und persönlich wie möglich zu gestalten.
Den Verlust verarbeiten
Trauerarbeit ist ein langer Prozess, der viele verschiedene Phasen durchläuft. Der uns in eine Krise stürzen kann, begleitet von Gefühlen der Sinnlosigkeit, aber auch Wut. Trauerarbeit ist im wahrsten Sinne harte Arbeit. Wie jeder Mensch diese Zeit durchlebt und was er dabei fühlt, ist ganz verschieden. Oft vergehen Jahre, bis der tiefe Schmerz überwunden wird. Aber ein Sprichwort sagt: die Zeit heilt alle Wunden. Dies gilt auch für die Trauer.
Das Gespräch suchen
Wichtig ist, dass Sie sich dabei nicht abschotten und zurückziehen, sondern immer wieder das Gespräch mit Ihrer Familie und Ihren Freunden suchen. Mit Menschen sprechen, die selbst den Tod eines geliebten Menschen erlebt haben und Ihre Gefühle nachempfinden können. Manchmal hilft es auch, die eigenen Gedanken in einem Trauertagebuch niederzuschreiben. Wenn Sie sich Ihren Gefühlen stellen und ihnen Ausdruck verleihen, können Sie sie auch annehmen.
Wenn die Wunden heilen
Versuchen Sie, einen geregelten Tagesrhythmus zu finden, denn es erleichtert, sich zeitweise wieder auf andere Dinge zu konzentrieren. Vielleicht merken Sie dann irgendwann, dass die Trauer langsam nachlässt, Sie innerlich zur Ruhe kommen und wieder bereit sind, in die Zukunft zu blicken. Sollten Sie Ihre Trauer nicht aus eigener Kraft überwinden können, ist es wichtig, professionelle Hilfe zu suchen und sie auch anzunehmen.